Connected Health: Next-Generation Medical Networks

MIRACLE-5

Mixed-Reality-gestützte Fernassistenz und Kommunikation in lokalen 5G-Netzen

XR-gestützte Telemedizin über 5G-Campusnetze – für geriatrische Assessments nach hüftgelenknahen Frakturen, HNO-Telekonsile, HNO-Lehre und medizinische Fernberatung. 2025 wurden ein offener 5G-Core installiert, Testnetze aufgebaut und die Szenarien mit der HNO-Klinik des UKL erprobt und mit WLAN verglichen.

Illustration: vernetztes Krankenhaus mit Medizingeräten, Telemedizin und Sicherheitszentrale
Team
Connected Health: Next-Generation Medical Networks
Laufzeit
bis 06/2025 abgeschlossen

MIRACLE-5 untersucht, wie sich XR-gestützte Telemedizin über 5G-Campusnetze technisch robust und medizinisch sinnvoll in klinische Abläufe einbinden lässt. Im Mittelpunkt stehen Szenarien, in denen Fachleute aus der Ferne an Konsilen, Ausbildung oder medizinischen Rückfragen beteiligt sind: geriatrische Untersuchungen nach hüftnahen Frakturen, HNO-Telekonsile, HNO-Lehre und medizinische Fernberatung. Betrachtet werden neben AR-Funktionen auch Prozessintegration, Datenbereitstellung, Bild- und Tonqualität sowie Netzparameter wie Latenz, Jitter, Bandbreite und Verbindungsstabilität.

2025 kam die praktische Mobilfunkintegration als Schwerpunkt hinzu. Als Anbieter des zweiten 5G-Systems wurde SML (Smart Mobile Labs) gewählt; damit kann das ICCAS die Integration selbst steuern und einen offenen 5G-Core nutzen. Inhaltlich ging der Weg von einem extern betriebenen Managed-Service-Netz zu einem flexibleren, steuerbaren Testaufbau mit eigenen Campusnetzen: 2025 wurde der offene 5G-Core installiert, Testnetze wurden eingerichtet und in Betrieb genommen.

Darauf aufbauend wurden XR-Brillen, 5G-Modems, QoS- und Slicing-Parameter sowie Messaufbauten angepasst. Die medizinischen Szenarien wurden unter anderem mit Dr. Markus Pirlich von der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig entwickelt und bewertet. Anhand klinischer Rückmeldungen wurden die Anwendungsfälle verfeinert und mit WLAN verglichen, um die Eignung von 5G für telemedizinische Echtzeitanwendungen realistisch einzuschätzen.

Weitere Projekte des Teams

  • 6G-Health Ganzheitliche Entwicklung leistungsfähiger 6G-Vernetzung für verteilte medizintechnische Systeme

    Leistungsfähige 6G-Vernetzung für verteilte Medizintechnik: 2025 entstanden die Infrastruktur für das Tele-Neuromonitoring, ein Testbett mit drei Indoor-Ortungstechnologien und ein „Patientenzimmer der Zukunft“ auf der 6G-Konferenz in Berlin.

  • KliNet5G Klinische Netze über 5G

    Sichere, standardbasierte 5G-Campusnetze (Open RAN) für Kliniken – mit Messkampagnen, SDC-Alarmen im Netzmanagement und Bewertung von Zuverlässigkeit, IT-Sicherheit und Wirtschaftlichkeit; Teil des BMWK-Programms CampusOS.

  • QoE Entwicklung eines Systems für Quality of Experience im telemedizinischen Datenaustausch

    Quality of Experience im telemedizinischen Datenaustausch: Video, Vitaldaten und EKG werden je nach Netzqualität und Behandlungssituation in Echtzeit priorisiert – etwa im Rettungswagen.

  • SUSTAINET-guarDian Nachhaltige Technologien für fortschrittliche, resiliente und energieeffiziente Netze – Werkzeuge für Automatisierung, Resilienz und digitale Innovation

    Sichere, resiliente und energieeffiziente Netze für das Gesundheitswesen mit KI-gestützter Netzüberwachung und Fehlererkennung; das ICCAS verantwortet den medizinischen Demonstrator.

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