Connected Health: Next-Generation Medical Networks

6G-Health

Ganzheitliche Entwicklung leistungsfähiger 6G-Vernetzung für verteilte medizintechnische Systeme

Leistungsfähige 6G-Vernetzung für verteilte Medizintechnik: 2025 entstanden die Infrastruktur für das Tele-Neuromonitoring, ein Testbett mit drei Indoor-Ortungstechnologien und ein „Patientenzimmer der Zukunft“ auf der 6G-Konferenz in Berlin.

Besucherinnen und Besucher am „Patientenzimmer der Zukunft“ auf der 6G-Konferenz in Berlin
Team
Connected Health: Next-Generation Medical Networks

Das Projekt 6G-Health bringt Nachrichtentechnik und Medizintechnik mit medizinischen und technischen Anwenderinnen und Anwendern zusammen, um die Technologieentwicklung im Mobilfunk der sechsten Generation (6G) gezielt auszurichten. Es entwickelt nicht nur 6G-Komponenten, sondern erkennt Hürden für den Markteintritt früh und erarbeitet Gegenmaßnahmen – vor allem zu Zulassung, Betrieb und Standardisierung. Die Universitätsmedizin Leipzig vermittelt im Projekt zwischen Medizin, Nachrichtentechnik und Medizintechnik und betrachtet neben den technischen Anwendungen auch die Anforderungen aus Standardisierung und Betrieb; technisch liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit im Bereich „Smart Hospital“. 2025 wurden in drei Bereichen wesentliche Ergebnisse erzielt:

Teleneuromonitoring: Die technische Infrastruktur für die Fernüberwachung neurochirurgischer Eingriffe steht weitgehend. Medizingeräte lassen sich über SDC und FHIR standardkonform in die Übertragungskette einbinden, Daten priorisiert übertragen. Aus Gesprächen mit Chirurginnen und Chirurgen sowie IONM-Fachleuten entstand ein medizinisch bewertetes Dashboard-Konzept, mit dem Fachleute aus der Ferne mehrere Operationssäle gleichzeitig überwachen können – mit Ansichten für Neuromonitoring, Anästhesie und Transkription. Die Umsetzung als einsatzfähiger Demonstrator ist für 2026 geplant.

Smart Hospital und Innenraumortung: Drei Echtzeit-Ortungstechnologien – UWB von NXP, BLE AoA der Universität Rostock und BLE-RSSI-Multilateration – wurden erstmals über eine gemeinsame MQTT-Middleware zusammengeführt und im Testbett des ICCAS in Betrieb genommen. Die Ergebnisse sind in einem Vergleichsartikel dokumentiert; sie sind die Grundlage für die automatische Ortung von Patientinnen und Patienten, Personal und Geräten in der Klinik.

Sichtbarkeit und Transfer: Das Konsortium war auf der 6G-Konferenz in Berlin mit einem der größten Gemeinschaftsstände vertreten. Erstmals wurde der medizinische Mehrwert von 6G öffentlich an einer vollständigen Patient Journey gezeigt, unter Beteiligung fast aller Partner. Die Universitätsmedizin Leipzig war außerdem auf der DMEA, dem 6G Summit in Dresden und dem ThinkNet 6G Summit in Nürnberg präsent.

Weitere Projekte des Teams

  • KliNet5G Klinische Netze über 5G

    Sichere, standardbasierte 5G-Campusnetze (Open RAN) für Kliniken – mit Messkampagnen, SDC-Alarmen im Netzmanagement und Bewertung von Zuverlässigkeit, IT-Sicherheit und Wirtschaftlichkeit; Teil des BMWK-Programms CampusOS.

  • QoE Entwicklung eines Systems für Quality of Experience im telemedizinischen Datenaustausch

    Quality of Experience im telemedizinischen Datenaustausch: Video, Vitaldaten und EKG werden je nach Netzqualität und Behandlungssituation in Echtzeit priorisiert – etwa im Rettungswagen.

  • SUSTAINET-guarDian Nachhaltige Technologien für fortschrittliche, resiliente und energieeffiziente Netze – Werkzeuge für Automatisierung, Resilienz und digitale Innovation

    Sichere, resiliente und energieeffiziente Netze für das Gesundheitswesen mit KI-gestützter Netzüberwachung und Fehlererkennung; das ICCAS verantwortet den medizinischen Demonstrator.

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